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Neues aus der Initiative "Fachkräfte sichern"
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Newsletter - Nr. 01/2022 - 28. Februar 2022


im Auftrag von: 
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Inhalt
Sehr geehrte Leser*innen, 

im aktuellen Newsletter möchten wir gemeinsam mit Ihnen einen Blick zurück auf unseren letzten Branchendialog werfen.
Wir informieren Sie über aktuell anstehende Termine der Regiestelle und machen auf spannende Produkte aus Projekten der Initiative aufmerksam. Abgerundet wird der Newsletter mit einem Blick nach vorne auf die neue ESF-Sozialpartnerrichtlinie „Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten: weiter bilden und Gleichstellung fördern“.
Wir wünschen eine anregende Lektüre!

Ihr Team der Regiestelle
"Fachkräfte sichern"
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1. Information zur Regiestelle "Fachkräfte sichern"

Nicht nur für viele Projekte, auch für die Regiestelle „Fachkräfte sichern: weiter bilden und Gleichstellung fördern“ wurde die Laufzeit aufgrund der Corona-Pandemie verlängert. In diesem Fall werden wir bis zum 30. September 2022 die aktuell laufenden Projekte weiter fachlich begleiten. Geplant ist – neben der Identifizierung und Aufbereitung von „Gute-Praxis-Beispielen“, weiteren Monitoring-Gesprächen und einer abschließenden Trägerbefragung – u.a. auch ein gemeinsamer Abschluss-Reflexions-Workshop (siehe Punkt 5. Termine).
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2. Information zur neuen ESF-Sozialpartnerrichtlinie

Seit dem 1. Januar 2022 setzt das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung
(f-bb)
gemeinsam mit dem Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben e.V. die Regiestelle für die neue Sozialpartnerrichtlinie „Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten: weiter bilden und Gleichstellung fördern“ um.

Die Aufgaben der neuen Regiestelle umfassen:
  • Information der Sozialpartner, Betriebe und potentiellen Antragsteller
  • Beratung im Rahmen des Interessensbekundungsverfahrens
  • Vorprüfung der Interessenbekundungen
  • Unterstützung der Steuerungsgruppe
  • Inhaltliche Begleitung der Programmumsetzung und Monitoring
  • Austausch und Transfer von Erfahrungen
  • Programmbezogene Öffentlichkeitsarbeit
Die neue Förderrichtrichtlinie „Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten: weiter bilden und Gleichstellung fördern“ wird voraussichtlich zum Ende des ersten Quartals 2022 veröffentlicht. Antragsberechtigt sind u.a. Tarifparteien, Sozialpartner, Unternehmen und Bildungsträger, also juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts und rechtsfähige Personengesellschaften mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland. Auch öffentliche Unternehmen können eine Förderung beantragen. Ab März 2022 wird die Regiestelle bereits mit ersten Info-Veranstaltungen starten. Weitere Informationen zu diesem Angebot erhalten Sie ab Anfang März 2022 hier.
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3. Branchendialog "Fachkräfte sichern in der Metall- und Elektro-Industrie"

Im Dezember 2021 fand mit über 20 Teilnehmenden ein Branchendialog zum Thema „Fachkräfte sichern in der Metall- und Elektro-Industrie“ statt. Im Fokus der Online-Veranstaltung stand eine Zwischenbilanzierung der Projekte in der Metall- und Elektro-Industrie. Erkenntnisse und Erfahrungen aus den Projekten zur Gestaltung von Weiterbildungsstrukturen wurden vorgestellt und Transferpotentiale diskutiert. 

Das Praxisbeispiel von Dr.-Ing. Ralf Schimweg, MA&T Sell & Partner GmbH – Mensch, Arbeit und Technik „Weit mehr! – Weiterbilden Metall Rheinland“ zeigte, wie wichtig es ist, die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die jeweilige Branche und insbesondere die KMU zu beachten. Es nütze nichts, „kriselnde“ Betriebe ins Projekt holen, so Schimweg. „Kein Weiterbildungsprojekt der Welt ist in der Lage, einen Betrieb in einer Liquiditätskrise zu retten.“ Im Projekt wurden die Mischgruppenarbeit in Produktionsbereichen von beteiligten Unternehmen und Gruppenarbeit in der Fertigung eingeführt. Hier kamen Anlernpaten zum Einsatz, um unerfahrene Personen in einen neuen Prozess anzulernen. Mittels Kompetenzpässen konnten die neu erlernten Fertigkeiten und Erfahrungen bescheinigt werden.

Heike Madan von der IG Metall verdeutlichte mit ihrem Impulsvortrag „Arbeit und Innovation: Kompetenzen stärken +> Zukunft gestalten" und Transferprojekt „transfA+Ir“, dass Werkzeuge zur Gestaltung der Transformation – wie z.B. der „Transformationsatlas“ mit seinen fünf Modulen „Digitalisierung“, „Klimaschutz“, Globalisierung“, „Qualifizierung“ und „Beschäftigungssicherung“ – vielfältig vorhanden sind. Es fehle jedoch häufig an dem Wissen, welches Werkzeug wo und wie genutzt werden kann, so Madan. „Zukunftstarifverträge und Betriebsvereinbarungen, in Form von Prozessvereinbarungen, können dabei helfen, die Gestaltung der Transformation als gemeinsame sozialpartnerschaftliche Aufgabe zu verankern.“

Die Teilnehmenden diskutierten daraufhin zu den Themen Sozialpartnerschaft und nationale Weiterbildungsstrategie. Um dem demografisch bedingten Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sollten vorhandene Qualifizierungsstrategien und Vernetzungsmöglichkeiten (besser) genutzt und weiter ausgebaut werden. Zudem hat das Thema „Weiterbildung“ seit langem einen hohen Stellenwert in der Metall- und Elektro-Industrie. Größere Unternehmen gestalten ihre Weiterbildung bereits gut. Dr. Michael Stahl von Gesamtmetall betonte in diesem Zusammenhang die große Tradition von Tarifverträgen und den dazu gehörigen Auseinandersetzungen. Er sah hier vor allem weiteren Handlungsbedarf in KMU, die häufig über keinen eigenen Personalbereich und weniger Ressourcen verfügen. Es bedarf hier struktureller Verbesserungen und der Einbindung von betrieblichen Interessenvertretungen. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen steht auch das Thema Digitalisierung im Vordergrund, gefragt sind Strategien zur Bewältigung des Strukturwandels. Anja Ceesay von der IG Metall wies in diesem Zusammenhang auf den erfolgreichen Einsatz von „Weiterbildungsmentor*innen“ hin, welche im Rahmen der Nationalen Weiterbildungsstrategie vereinbart wurden. Sie sollen die Beschäftigten dazu motivieren, sich für verändernde Aufgaben zu qualifizieren. Ein Ansatz, den Projekte im Rahmen der Förderrichtlinie „Initiative weiter bilden“ (2009-2014) bereits erfolgreich erprobt haben. Wichtig sei auch, dass bei der gemeinsamen Entwicklung von Weiterbildungsstrategien der Mensch im Mittelpunkt stehe.

Weitere Informationen zum Branchendialog und zu den Praxisbeispielen finden Sie hier.  
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4. Aktuelles aus den Projekten der Initiative

Gerne möchten wir Sie an dieser Stelle exemplarisch auf ausgewählte Produkte aus den Projekten aufmerksam machen. Zum einen auf die Handreichung „Digitale Weiterbildung im Betrieb – Was getan werden kann, damit digitale Weiterbildung erfolgreich ist“. Die Broschüre ist im Rahmen des Projektes „Weiterbildung und Personalentwicklung in Unternehmen mit logistischen Bereichen TransLOG“ von ma-co GmbH und SI (Soziale Innovation GmbH) zusammen mit den Sozialpartnern entstanden. Den kostenfreien Download finden Sie hier

Zum anderen möchten wir auf einen Comic aus dem Projekt „PiA – Perspektiven in der Altenpflege“ der Grone-Bildungszentren NRW gGmbH hinweisen, mit dem das Projekt kurz, prägnant und in alternativer Erzählweise beschrieben wird. Den PiA-Comic sehen Sie hier.

Im Januar 2022 fand außerdem online der Reflexions-Workshop zum Thema „Digitale Tools in der Projektarbeit erfolgreich nutzen“ statt. In einem Impulsvortrag stellten Dr. Silvia Beukert und Teresa Hegewald vom Berufsförderungswerk Thüringen verschiedene digitale Tools und deren Implementierung im Kontext ihres Projekts „RehaKompetenz“ vor. Dafür wurden zahlreiche Beispiele wie virtuelle Rundgänge und digitale Sprechstunden genannt. Aus dem Projekt „ratzfatz digital“ von Andreas Franke und Joel Merten von der mpool consulting GmbH sowie Leif Grube von der IGA mbH wurden ebenfalls Formate vorgestellt, wie beispielsweise ein digitaler Fahrplan. Dabei wurde auch auf verschiedenste Herausforderungen in der Arbeit mit diesen Tools eingegangen und Empfehlungen daraus abgeleitet. Weitere Informationen zum Reflexions-Workshop und zu den Projekt-Präsentationen erhalten Sie hier.   
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5. Termine 
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09.03.2022 

„Transferprojekte erfolgreich gestalten“ Workshop zur Vernetzung der Transferprojekte des 6. Förderaufrufs. Weitere Details und die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie hier.
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21.06.2022

Abschluss-Reflexions-Workshop der Initiative Fachkräfte sichern: weiter bilden und Gleichstellung fördern. Weitere Informationen folgen.
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Bildnachweise
Abb.1 (Banner/ Titelbild): iStock.com/skynesher
Abb. 2 & 3: Canva
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Die Initiative „Fachkräfte sichern: weiter bilden und Gleichstellung fördern“ ist ein ESF-Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) in Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). 

Die Regiestelle "Fachkräfte sichern" wird gemeinsam vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) und dem DGB Bildungswerk Bund getragen.
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Impressum:
Herausgegeben von der
Regiestelle Fachkräfte sichern
Stresemannstraße 121
10963 Berlin
Deutschland

030-4174986-30
info@regiestelle-fachkraefte-sichern.de
www.initiative-fachkraefte-sichern.de


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